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Wenn wir ueber die Moeglichkeit der Einschlaeferung nachdenken, sollen wir ein Gleichgewicht erzielen: weder sich stark emotionell beeinflussen lassen, noch auf keinen Fall, mit Gleichgueltigkeit reagieren. Um immer das Beste fuer die Katzenbevoelkerung zu erzielen, muss man manchmal den Druck von diejenigen, die deren Wohlbefinden nicht richtig beurteilen koennen, ablehnen. Es hat kein Sinn das Leiden einer Katze zu verlaengern, nur weil Jemand die Einschlaeferung als unangenehm betrachtet. Ergreifen wir keine Massnahmen um das Leiden zu vermeiden, so sind wir dafuer verantwortlich. Einige Krankheiten koennen bei Hauskatzen richtig behandelt werden, bei wilde Katzen ist aber leider die Behandlung nicht gut durchfuehrbar. Zum Beispiel, ist das Katzenschnupfen sehr oft eine endemische Krankheit in freilebende Katzengruppen. Wird einer dieser Tiere gefangen, der eine schwere Symptomatik zeigt, muesste er lange Zeit eingesperrt werden, um therapiert zu werden, was ihm sehr viel Stress verursachen wuerde. Da es schwer ist, solch ein herrenloses Tier tieraerztlich richtig zu behandeln, ist manchmal bei diese kranken Tiere, die Einschlaeferung die einzige Wahl. Wesentlich ist es, realistisch zu sein und sowohl die praktische, wie auch die oekonomische Begrenzung vieler kleiner Tierschutzvereine, zu gestehen. Beim Handeln mit wilde Strassenkatzen muss man nicht nur Mitleid fuer die Tiere fuehlen, sondern auch stark genug sein, um nicht gut angesehene Entscheidungen zu treffen, die aber zweifellos korrekt fuer diese Katze, den Rest der Katzengruppe und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe, sind. Das Thema "einschlaefern" muss unbedingt, schon von Anfang an, gut durchgesprochen werden. Alle Mitglieder des Vereines muessen einverstanden sein, damit es spaeter keine Missverstaendnisse, Anschuldigungen oder Selbstschuldgefuehle gibt, wenn ein Tier eingeschlaefert wird. Katzen koennen Kranheiten haben, die eine Ansteckungsgefahr, sowohl fuer andere freilebende wilde Katzen, wie auch fuer domestizierte Hauskatzen bedeuten koennen. Falls genug Geld zur Verfuegung steht, ist es immer empfehlenswert einen Bluttest zu machen. Die ueblichsten Viruskranheiten sind das Immunschwaechevirus (FIV) und Leukaemievirus(FeLV). Beide sind unheilbar und koennen die ganze Katzengruppe befallen. Mit einem schnellen Bluttest, waehrend die Katze anaesthesiert ist, kann man feststellen ob sie negativ ist und somit wieder in der Katzengruppe befreit werden kann. Positive Katzen sollen eingeschlaefert werden, sie werden unter einer langen unheilbaren Krankheit leiden und ausserdem die restlichen gesunden Katzen der Gruppe (und Hauskatzen mit Auslauf), anstecken. Eigentlich reicht es, wenn die 6 erstgefangene erwachsene Katzen getestet werden. Sind sie alle negativ, ist es nicht unbedingt noetig alle restlichen Katzen zu testen. Wir muessen immer bedenken, dass bei nichtkastrierte Kater, das Risiko sich mit diesen Infektionskrankheiten anzustecken, viel hoeher ist, da sie oft miteinander heftig kaempfen und sich gegenseitig beissen. Normalerweise ist es schon schwer genug ein gutes Zuhause fuer liebe, soziale Kaetzchen zu finden. Sind die Kaetzchen wild, ist es unmoeglich. So muessen wir wirklich entscheiden, ob wir es zulassen wollen, dass mehr wilde Kaetzchen geboren werden. Fuer eine wilde Katze ist es sehr stressig, wochenlang in einem Kaefig eingesperrt zu sein, bis ihre Katzenkinder abgesetzt werden koennen. Sie wird es nicht zulassen, dass wir die Kaetzchen streicheln und aus den Kaefig nehmen um sie zu sozialisieren, deshalb werden auch die Katzenkinder schuechtern sein und Angst vor uns Menschen haben. Obwohl es eine schwierige Entscheidung ist, sollen wir ernsthaft ueber eine chirurgische Fehlgeburt nachdenken. Die Katzen sind nicht ueber ihrer Traechtigkeit bewusst und leiden unter keinen psychologischen Schaden, wenn sie wahrend der Traechtigkeit kastriert werden. Die Erholung ist sehr schnell und sie duerfen schon in 48 Stunden in ihrer gewohnten Umgebung befreit werden. Diese Loesung ist besser, als eine arme, sehr gestresst Katzenmutter, 2 Monate lang eingesperrt zu haben, unsoziale Katzenbabies nicht vermitteln zu koennen und dass sie vielleicht sogar wieder als herrenlose Katzen ausgesetzt werden. Fuer viele Tierheime ist die Zahl von herrenlose Katzenbabies im Fruehling, Sommer und Herbst so gross, das es einfach unmoeglich ist alle wilde Katzenbabies aufzunehmen und versuchen zu sozialisieren. Die Kastration kann schon ab dem Alter von 6 Wochen durchgefuehrt werden, mit einer wunderbaren Erholung nach der OP. Es ist eine sehr gute Wahl fuer diese Tiere, um Einschlaefern (es ist schon schwer genug bei kranke Tiere!) oder wochenlangiges Einsperren zu vermeiden. Lassen wir die Kaetzchen in ihrem Gebiet und warten erst, bis sie ca 6 Monate alt sind, um sie zu kastrieren, wird es viel schwieriger sein, sie zu fangen und die Weibchen werden wahrscheilich schon traechtig sein. Laut unserer Erfahrung, besteht kein Problem, wenn die Kaetzchen gesund sind, die Anaesthesie geeignet und der Tierarzt Erfahrung hat, die OP durchzufuehren. Die meisten erholen sich in einige Stunden und duerfen ganz schnell zu ihrer Katzengruppe zurueckgebracht werden. Am besten, man fast eine wilde Katze nie an. Vorsichtshalber kann man sich gegen Tetanus impfen lassen. Wird man von solch einer Katze gebissen oder ernsthaft gekrazt, soll man die Wunde gruendlich waschen und unbedingt einen Arzt suchen. Wilde Katzen koennen zahmer erscheinen, als was sie wirklich sind, vor allem unter Stressbedingungen und Narkose, deshalb soll man sie lieber nicht mit baren Haenden anfassen. Traut nie ein wildes Tier der zahm ercheint, sie haben Angst vor uns und koennen schlimme Bisswunden verursachen ! Mit einem geeigneten Fangkaefig (Falltuerkaefig), ist die Situation stressfreier fuer das Tier und sicherer fuer uns.Sogar kleine Katzenkinder koennen schnell reagieren und beissen. Die Lederhandschuhe sind geeignet um Kaefige und Transportboxe zu tragen, aber nicht um Katzen richtig festzuhalten. Es ist nicht einfach die gefangene Katze vom Kaefig in einem Transportbox um zu wechseln. Sie sind schnell und kraeftig, haben grosse Angst und werden auf jeden Fall versuchen zu entfliehen. Am sichersten, wir tragen direkt die Katze im Kaefig zum Tierarzt, fuer die Kastration.
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